Entstehung

Das Schüler-Symphonie-Orchester (SSO) Baden-Württemberg wurde unter dem Namen SSO Stuttgart 1990 als Begegnungsprojekt der Schulen vom Kultusministerium gegründet.

Unter seinem ersten Dirigenten Fritz Roth etablierte sich das Orchester zu einem festen Bestandteil der klassischen Jugendorchester und machte sich im Großraum Stuttgart einen Namen.

Frank Kleinheins (2002 – 2015) führte die prägende Arbeit seines Vorgängers weiter und entwickelte die heute noch bestehende Projektstruktur, die das SSO als Ergänzungsangebot zu den bestehenden Schulorchestern sieht.

Ab 2016 übernahm Christoph Wagner die Leitung, der sie bis heute innehat. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste das Orchesterleben 2020 – im Jahr des 30jährigen Bestehens des Orchesters – erstmals ruhen. Um den kulturellen Stillstand, den uns das Virus aufgedrängt hat, zu überwinden, möchte das Orchester nach der Überwindung der Pandemie sein Angebot erweitern und lädt nun landesweit als Schüler-Symphonie-Orchester Baden-Württemberg besonders ambitionierte Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg zur Mitwirkung ein. Um dem landesweiten Charakter Rechnung zu tragen, finden künftig auch außerhalb des Großraums Stuttgart Konzerte statt, so z.B. auf dem Bundeskongress der Schulmusik in Mannheim im Herbst 2022 sowie weiteren Orten in Baden-Württemberg.

Grundgedanke

Das Schüler-Symphonie-Orchster Baden-Württemberg versteht sich als erweitertes Angebot zu den bestehenden Schulorchestern des Landes für ambitionierte Schülerinnen und Schüler. Im SSO erhalten sie Gelegenheit große Werke zu erarbeiten und aufzuführen, wozu Schulorchester in der Regel nicht in der Lage sind. Damit diese an den vielen positiven Erfahrungen, die die jungen Musikerinnen und Musiker hierbei sammeln, teilhaben können, ist ein wichtiger Grundsatz, dass die Teilnahme am SSO nicht zu einem Ausstieg am örtlichen Schulorchester führen darf, sondern, im Gegenteil, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Fertigkeiten in ihr „Stammorchester“ einbringen und es dadurch beleben.

Konzeption

In einer jährlichen Probenphase mit nur wenigen Kompaktproben und einer Probenwoche in der Musikakademie Schloss Weikersheim werden große Werke erarbeitet und in einer Konzertphase in mehreren Konzerten sowie als Abschlusskonzert im Beethovensaal der Stuttgartert Liederhalle aufgeführt. Die zeitliche Planung verläuft hierbei bewusst antizyklisch zum Schuljahr (Frühsommer bis Herbst), was bedeutet, dass die Projektphase abgeschlossen ist, sobald an den Schulen die Arbeit mit den Ensembles in der Regel beginnt intensiviert zu werden.

Das alljährliche SSO-Projekt startet am Jahresanfang mit der Ausschreibung, die an alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg ergeht, gefolgt von einer anschließenden Bewerbungsphase. Für Bläser gibt es hierfür 1-2 Vorspieltermine, wobei die Einsendung eines eigenen Videos ebenfalls möglich ist. Streicher müssen grundsätzlich nicht vorspielen, da hier die Einschätzung der Qualifikation in der Verantwortung der Instrumentallehrer liegt. Am Schuljahresende finden Kompaktproben in Stuttgart statt, nach den Sommerferien die Probenwoche und im Oktober die Konzertphase. Mit dem Abschlusskonzert in der Stuttgarter Liederhalle Mitte Oktober ist das SSO-Projekt abgeschlossen.

Alle Mitwirkenden erhalten keinerlei materielle Zuwendungen und tragen ihre Unkosten selbst.

Probenphase in Weikersheim

Konzert Liederhalle

Frühere Projekte:

  Manuel de Falla, Noches en los Jardines de España, Klavier: Rebekka Irion
 Projekt 2012, Schostakowich Cellokonzert, Solist: Jonas Palm
 Projekt 2011, Glière Hornkonzert, Solist: Christoph Eß
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